Durch Verkehrslärm belastete Wohngebiete

Straßenverkehr, Schienenverkehr, Flugverkehr, Verkehr durch Binnenschiffe

Bei geplanten Ausweisungen von Wohnbauflächen in der Nähe von Verkehrswegen ist zu prüfen, ob die in Beiblatt 1 zu der Norm DIN 18005-1 genannten, von der Gebietsart abhängigen Orientierungswerte eingehalten werden. Falls nicht, sind zunächst Möglichkeiten aktiver Geräuschminderungsmaßnahmen zu untersuchen. Hierzu hat die Rechtsprechung mittlerweile Anforderungen formuliert, aus denen sich der Umfang des zu untersuchenden Maßnahmenkonzepts hinsichtlich einer sachgerechten Abwägung ableiten lässt. Wesentlich hierbei ist die konkrete städtebauliche Situation.

Wird in der schalltechnischen Untersuchung eine ausreichende Grundlage für die Ab- wägung erarbeitet, können auch z. T. deutliche Überschreitungen von Orientierungswerten das Ergebnis einer sachgerechten Abwägung sein. Insbesondere für innerstädtische Planungen an stark befahrenen Straßen gilt es detailliert darzulegen, mit welchen zur Verfügung stehenden Mitteln man den zu erwartenden Konflikt zu entschärfen versucht. Unter akustischen Gesichtspunkten interessante und mit den Standardinstrumenten des Immissionsschutzes nicht zu behandelnde Fragestellungen ergeben sich bei Geräusch- einwirkungen durch oftmals tieffrequent emittierende Binnenschiffe.

Beispielhaft sind im Folgenden von uns behandelte Fragestellungen im Rahmen der Ausweisung von Wohnbauflächen aufgeführt:

  • Ausweisung von Wohngebieten an stark befahrenen Straßen außerorts und innerorts
  • Ausweisung von Wohngebieten an stark frequentierten Bahnstrecken
  • Ausweisung von Wohngebieten in Fluglärmzonen
  • Unterstützung der planenden Kommune bei der sachgerechten Abwägung
  • Umfangreiche Variantenuntersuchungen
  • Erarbeitung von Maßnahmen zum Schutz vor Verkehrslärm
  • Analyse des gegebenenfalls als tieffrequent einzustufenden Geräuschs von Binnenschiffen auf Wasserstraßen
  • Erarbeitung von textlichen Festsetzungen für den Bebauungsplan