Emissionsbeschränkungen von Gewerbeflächen

Geräuschkontingentierung, Anlagenzulassung, Optimierung

Die Ausweisung von Industrie-, Gewerbe- oder Sondergebieten hat häufig die Ansiedlung geräuschemittierender Nutzungen zur Folge. Auf der Ebene der Anlagenzulassung sind schalltechnische Randbedingungen zu beachten. Diese müssen perspektivisch bereits im Rahmen der Bauleitplanung berücksichtigt werden, um die angestrebte Gebietsentwicklung später auch tatsächlich umsetzen zu können. Gegebenenfalls notwendige Einschränkungen hinsichtlich des Emissionsverhaltens von Betrieben müssen im Vorfeld ermittelt werden.

Hierzu bietet sich das Instrument der Geräuschkontingentierung an. Nach einer schall- technischen Analyse der Planungssituation werden im Konfliktfall dann zusammen mit der planenden Kommune Gliederungen erarbeitet, welche zum einen die Nutzung der geplanten Flächen schalltechnisch optimieren, und zum anderen die konkreten Vor- stellungen und Planungsabsichten berücksichtigen.

Beispielhaft sind im Folgenden von uns behandelte Fragestellungen im Rahmen der Ausweisung von Gewerbegebieten beschrieben:

  • Analyse der Planungsabsichten im Sinne einer typisierenden Betrachtung
  • Ermittlung der Erforderlichkeit einer Geräuschkontingentierung nach der Norm DIN 45691
  • Optimierung der Nutzung des Plangebiets durch Festsetzung von Richtungssektoren mit erhöhten Emissionskontingenten nach der Norm DIN 45691
  • Gegebenenfalls Erarbeitung von Möglichkeiten einer Festsetzung von (klassischen) immissionswirksamen Pegeln der flächenbezogenen Schallleistung
  • Gliederung des Plangebiets in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber
  • Berücksichtigung gegebenenfalls vorliegender konkreter Ansiedlungsvorhaben im Plangebiet
  • Unterstützung von Unternehmen bei der Standortfindung, Studien zur Realisierbarkeit von konkreten Vorhaben, Standortanalysen
  • Überplanung von Betrieben
  • Lösungen zu städtebaulichen Missständen
  • Erarbeitung von Einzelfalllösungen insbesondere hinsichtlich der Möglichkeiten von passiven Schallschutzmaßnahmen bei Gewerbelärm
  • „Summenpegeldiskussion“, Ermittlung des Gesamtpegels auf Grundlage einer lärmwirkungsgerechten Addition von Beurteilungspegeln auf Grundlage einschlägiger Vorschriften
  • Erarbeitung von textlichen Festsetzungen für den Bebauungsplan