Erschütterungsschutz

Ermittlung von Erschütterungseinwirkungen, Erarbeitung von Maßnahmen

Erschütterungen fallen als Immissionen, die nach Art, Ausmaß oder Dauer geeignet sind, Gefahren, erhebliche Nachteile oder erhebliche Belästigungen für die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft herbeizuführen, unter das Bundes-Immissionsschutzgesetz. Sie treten häufig in unmittelbarer Nähe zu Schienenwegen oder in der Nähe von Baustellen oder bei Industrieanlagen auf.

Physikalisch betrachtet sind Erschütterungen tieffrequente Schwingungen, die in Gebäude eingeleitet und von Menschen wahrgenommen werden können und auch zu Schäden am Gebäude führen können. Diese Schwingungen werden in Form von elastischen Wellen übertragen. Durch die gute Weiterleitung in festem Grund sowie in Beton, Mauerwerk und Stahl können sich Erschütterungen auch über große Distanzen auswirken.

Erschütterungen treten häufig gemeinsam mit tieffrequenten Geräuschen und/oder spürbarem, aber nicht hörbarem Infraschall auf.

Die Einwirkung auf den Menschen, z. B. durch schwingende Geschossdecken, kann zu Belästigungen in erheblichem Umfang führen. Durch messtechnische Analysen im zu schützenden Einwirkungsbereich (z. B. Aufenthaltsräume von Wohnungen, Arbeitsplätze oder schwingungsempfindliche Anlagen) können Erschütterungen quantifiziert, anhand einschlägiger Richtlinien in ihrer Wirkung beurteilt und entsprechende Minderungsmaßnahmen ausgearbeitet werden.

Darüber hinaus kann im Vorfeld einer Planung, z. B. für Projekte im Schienen- und Straßenverkehr, gewerblichen Bereich, Hochbau und der Bauleitplanung eine Prognose erforderlich werden. Untersuchungen zum Erschütterungsschutz sollten schon in der Planungsphase mit einbezogen werden, da eine wirksame Ausführung von baulichen Maßnahmen zum Erschütterungsschutz nach dem Bau der Anlage nur in den seltensten Fällen möglich ist. Häufig ist eine Beurteilung der Auswirkungen der geplanten Projekte erst aufgrund der Kenntnis der ursprünglichen Belastung möglich, die zunächst beim Betrieb der bestehenden Anlagen ermittelt werden müssen.

Wir bieten mit unseren Erfahrungen und Möglichkeiten effektive Lösungen zu folgenden Themen an:

  • Erschütterungsmessungen,
  • Erschütterungsprognosen,
  • Beurteilung von Erschütterungen (Einwirkung auf den Menschen und auf Gebäude) nach den Normen DIN 4150 „Erschütterungen im Bauwesen“ und DIN 45669 „Messung von Schwingungsimmissionen“,
  • Beratung bei Maßnahmen zum Erschütterungsschutz im Zusammenhang mit der Planung von Bauvorhaben auf erschütterungstechnisch vorbelastetem Baugrund (Nähe von Bahnlinien, U-Bahn, Gewerbe etc.),
  • Lösungsvorschläge zur Körperschallentkopplung und Schwingungsisolierung bei Anlagen innerhalb von Gebäuden (Heizungsanlagen, Klimageräte, Notstromaggregate etc.),
  • Beratung bei der Installation von schwingungsempfindlichen Einrichtungen (Laboreinrichtungen, Elektronenmikroskope, optische Experimente, Messeinrichtungen im Fertigungsbereich, Waagen, Fertigungseinrichtungen mit hoher Genauigkeit),
  • Auslegung der Schwingungsisolierung,
  • Schwingungsentkopplung für Maschinen und Aggregate,
  • Beratungsleistungen für schwingungs- und geräuscharme Konstruktionen (Planung von Anlagen und Analyse bestehender Schwingungsquellen).